Chu Moy Headphone Amp |
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Viele Kopfhörer-Ausgänge an MD- oder CD-Playern, und
auch bei Kopfhörer-Verstärkern wie den Millenium-MPs,
werden mit kleinen Endstufen-ICs wie dem LM386 realisiert. Obwohl
qualitativ nicht schlechter als diskrete Systeme haben diese Schaltungen
einen gravierenden Nachteil: z.B. der LM386 wird mit Betriebsspannungen
bis max. 9V bedient. Die Mehrzahl der Kopfhörer, so auch
die AKG K300/400/500-Serie haben Impedanzen zwischen 45 und 120Ohm,
so dass bei diesen Impedanzen die niedrige Ausgangsspannung trotzdem
die erforderliche Ausgangsleistung von 25 .. 35mW ergibt. Verwendet man jedoch Kopfhörer mit höheren Impedanzen wie den AKG K240 Monitor oder DF, reicht die Spannungsabgabe solcher Kopfhörer-Ausgänge nicht aus, in den Hörern mit 300 oder sogar 600Ohm die für eine brauchbare Wiedergabe-Lautstärke notwendige Leistung zu erzeugen. In diesen Fällen benötigt man Kopfhörer-Verstärker, die eine Ausgangs-Amplitude von mindestens 9 .. 12V abliefern. Eine nicht nur sehr gut klingende, sondern auch elektrisch unkritische Schaltung ist der Headphone Amp von Chu Moy, der mit OpAmps der Burr Brown-Serie OPA132/134 arbeitet. Dieser OpAmp kann bis zu 36V Betriebsspannung ab (+18/-18) und liefert dabei noch bis zu 40mA Ausgangsstrom. Genug, auch mit einem 600Ohm-Hörer ausreichende Wirkung zu erreichen. Ganz davon abgesehen, dass die Klangqualität vieler eingebauter Kopfhörer-Verstärker bei Belastung miserabel ist. Eine genaue Schaltungs-Beschreibung des CMoy-Amps findet sich in der Headwize-Site. Hier zwei Layouts, die ich erstellt habe, eine für Netzteil-Betrieb mit einem 2 x 15V~-Transformator, eine für eine 2 x 9V-Batteriespeisung. The rest is up to you, Details finden sich in Headwize. Die OPA-Opamps von Burr-Brown sind nicht ganz einfach zu bekommen. Reichelt führt sie jedoch ab Lager. Es sollten ausschließlich Metallfilm-Widerstände mit 1% Toleranz und Filmkondesatoren (Wima) verwendet werden. Jeder Cent für die Bauteile rentiert sich. Der elektrische Aufbau ist recht unkritisch. Es ist jedoch berichtet worden, dass die 132er-OPAs stabiler arbeiten als die 134er, die 134er sollen in niedrigen Gain-Bereichen zum Schwingen neigen. Attung, Attung!!!Mit diesen Verstärkerschaltungen erreicht man in Niedrigimpedanz-Hörern wie Beyer DTxxx, AKG K301/401/501 oder auch Sony-Hörern trommelfell-spaltende Lautstärken. In den Hochohm-Hörern a'la AKG240 Monitor oder 240DF kommt der Pegel immer noch noch ausreichend zum Musik-Hören, für Monitor-Anwendungen im Proberaum reicht es aber eventuell nicht aus! Braucht man mit solch einem 600Ohm-Hörer genug Pegel um neben einem Drumkit sich in den Hörern noch wahr zu nehmen, sind Voll-Endstufen oder kräftigere Verstärker wie der Eaton notwendig. Also für diese Zwecke 50 ... 120Ohm-Hörer (z.B. AKG141 Studio, AKG240 Studio). Für zu Hause im entspannten Betrieb sind die 600Ohm-Hörer ok, aber auch nur für gut mittlere Lautstärken. Layout-Vorschläge
Eine ganze Reihe von Layouts für Veroboards finden sich in dieser ein Beispiel hier für ein Layout mit Batterie-Betrieb. Wie man sieht, passt das Ganze auf ein Veroboard mit ca. 4.5 x 2.5 cm, abhängig von der Größe der 470uF-Elkos.
Nachbrenner
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